Naturschutz

Mecklenburg-Vorpommern ist ein dünn besiedeltes Flächenland in dem neben der Forstwirtschaft die Landwirtschaft der größte Flächennutzer ist. Landwirtschaftliche Nutzung und Pflege großer Flächen ist eine wesentliche Voraussetzung für das Bestehen vieler Lebensgemeinschaften in unseren Kulturlandschaften. Die Erzeugung gesunder Lebensmittel ist nur in gut erhaltenen, unbelasteten Naturräumen möglich. Diese zu erhalten und zu regenerieren ist eine wesentliche Aufgabe des Naturschutzes.

Daraus ergibt sich wiederum eine enge Verbindung zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft trägt diese Symbiose bereits erste Früchte. D.h. ehemals intensiv bewirtschaftete Flächen konnten durch extensive Beweidung renaturiert werden bzw. natürlich erhalten gebliebene Flächen konnten in ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt werden. Möglich wurde dieses nur durch das Programm zur naturschutzgerechten Grünlandnutzung; ein landwirtschaftliches Förderprogramm, das für unterlassene Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie z. B. Düngung Flächenbeihilfen zahlt. Den Landwirten werden auf Antrag Verträge angeboten, in denen bestimmte Bewirtschaftungsauflagen für einen Zeitraum von 5 Jahren festgelegt sind. Wenn der Abschluss eines Vertrages erfolgt, erhält der Landwirt als Ausgleich für die mit den Bewirtschaftungsauflagen verbundenen Ertragseinbußen eine Förderung in Höhe von ca. 200 Euro/ha und Jahr. Im Bereich des Nationalparks wurden mit fast allen Landwirten Verträge über naturschutzgerechte Grünlandnutzung abgeschlossen.